2012

10.09.2012

Aue für manche nur ein Müllplatz

Was Umweltfrevler so alles in der Aue entsorgen, das dürfte selbst die Bachforellen in Erstaunen versetzen. IGEL-Chef Paul Mühe und sein Helferteam konnten gleich mehrere große Abfallsäcke mit dem zwischen Bad Eilsen und Heeßen eingesammelten Unrat füllen.

„Wir wollen nicht nur darüber reden, dass wir uns für unsere Umwelt einsetzen, sondern auch einen Beitrag dazu leisten“, erklärte Paul Mühe bei der Begrüßung seiner Mitstreiter auf dem Parkplatz bei der Remise.

Zu seinem Team gehörten auch drei Mitglieder des Heeßer Gemeinderates: Bürgermeister Harald Bokeloh (SPD), Frank Harmening (CDU) und Hardy Hoffmann von den Grünen. Im kommenden Jahr, meinte Mühe, könnten es auch Mitglieder des Samtgemeinderates und des Bad Eilser Rates sein. Die wolle er ansprechen und bitten, sich dieser dem Gemeinwohl dienenden Aktion anzuschließen. Das nächste Mal will man wieder bereits im Frühjahr starten. Gerade im Anschluss an das übliche Frühjahrshochwasser wird erfahrungsgemäß viel Unrat angeschwemmt. Einen Vorteil hat aber der jetzige Zeitpunkt: Der Wasserstand ist niedrig, und das Wasser ist sauberer und klarer.

Auch diesmal wurden zwei Gruppen gebildet – die eine säuberte den Bachlauf im und oberhalb des Kurparks, die andere den Bereich längs des Auewanderweges in Richtung Heeßen. Schon der vorjährige Einsatz hat gezeigt, dass in dem von vielen Büschen und Bäumen umsäumten Teil parallel zum Sportplatz und zum Friedhof deutlich mehr zu entdecken ist.

Zu den ersten Funden gehörten Sekt- und Weinflaschen, Kunststoffbecher, ein Regenschirm und ein Besen. „Hier muss eine Schuhfabrik in der Nähe sein, wir sehen im Bach so viele Sohlen und Einlagen“, rief jemand, der mit hohen Stiefeln durchs Wasser lief.

Frank Harmening beklagte, dass sich in der Aue häufig Glasscherben befinden, an denen sich die Hunde die Pfoten verletzen. Weniger gefährlich für sie war eine große schwarze Kunststoffplane, die wohl bei irgendeiner Baumaßnahme als Abdeckung verwendet worden ist. Auch eine schmutzige Kinderwindel hatte man in der Aue entsorgt. Schließlich entdeckten die Bachläufer auch noch ein totes Tier, das sie nicht identifizieren konnten. Ein Biber war es offensichtlich nicht, vielleicht (wegen des buschigen Schwanzes) sogar ein Waschbär.

Im oberen Teil der Aue hinter dem Kurpark fand man Porzellangeschirr, das Vorderrad eines Kinderfahrrades und einen Teil eines Rasenmähers. Nach zweieinhalb Stunden waren etliche Säcke gefüllt, deren Inhalt von der Samtgemeinde entsorgt wird. In der Nähe der früheren Schlammteiche wurde im Freien eine verrottete Sitzbank entdeckt. Paul Mühe will für einen geeigneten Ersatz sorgen – der Umwelt und den Spaziergängern zuliebe.

Mit einem Zweitfrühstück im Garten von Hardy Hoffmann endete die Aktion, an der sich auch einige Mädchen beteiligten, und mit Dustin Harmening ein ganz junger Fußballfan im Trikot von Juventus Turin.

Quelle: www.landes-zeitung.de vom 10.09.2012

Aue Aktion 2012

Aue Aktion 2012

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